Es war einmal...

Es war einmal...

Es war einmal eine schöne junge Frau, deren erklärtes Lebensziel es war, die perfekte Kleinstadtfamilie zu kreieren. Zwei Kinder, Haus mit Garten und Hund. Gleich nachdem sie die Schule abgeschlossen hatte, kam sie ihrem perfekten Mutterglück einen Schritt näher, als der Test plötzlich zwei Striche anzeigte.

 

Lange Rede, kurzer Sinn - spulen wir drei Jahre vor:
Die schöne, junge Frau saß in ihrem Haus mit Garten auf ihrem Bett, ein Kleinkind auf dem Schoß und ein Neugeborenes im Arm.

Wie wundervoll perfekt sie es endlich geschafft hatte, all ihre Wünsche zu erfüllen, die sie damals mit 17 hatte. Wie glücklich sie doch sein musste.

 

Oder nicht? Doch, doch sie musste glücklich sein, sie hatte doch alles.
Jeden Tag aufs Neue saß sie wieder in ihrem Bett und erklärte sich selbst lang und breit, dass sie glücklich sein muss. Und war es dann doch nicht.


Sie fing an, sich selbst zu belügen und sie begann auch noch mit sich selbst zu schimpfen.
Sie verurteilte sich dafür, dass sie nicht fühlte, was sie dachte.
Alles was sie machte, erschien ihr zu wenig und nichts schien ihr zu ihrem wirklichen Glück zu verhelfen, obwohl sie sich doch so anstrengte.


Sie war für jeden da, kochte, putzte und dachte wirklich an alles - außer an sich selbst.
Es gab Tage, da konnte sie nicht mehr und die Stimme in ihrem Kopf wurde immer lauter:
“Wenn du eine gute Hausfrau wärst, dann würdest du das schon noch machen” oder “Wenn du wirklich eine gute Mama wärst, dann hättest du jetzt was gesünderes gekocht”.
Ständig urteilte sie mit einer Härte über sich selbst, wie sie es bei keinem anderen Menschen jemals tun würde.

Der Paukenschlag

Ganze zwei Jahre erzählte sie sich all diese Geschichten und machte sich selbst völlig fertig. Eines Morgens kam dann der Paukenschlag, der sie erstmals aufhorchen ließ.

Die Stimme in ihr klang plötzlich ganz klar und bestimmt. So deutlich hatte sie sie schon seit Jahren nicht mehr gehört. “Wenn du so weitermachst, wirst du keine 35 Jahre alt”.


Sie war doch erst 24, aber die Stimme hatte recht. Plötzlich fühlte sie, dass sie so nicht mehr weitermachen konnte. Sie bat das Universum um ein Zeichen, weil sie keine Ahnung hatte was sie ändern konnte.

Es dauerte nur wenige Tage, bis sie über das Wort “Mindset” stolperte und es ihr wie Schuppen von den Augen fiel. Das war das Zeichen, um das sie gebeten hatte. Von einem auf den anderen Moment kam eine längst vergessene Sache zurück zu ihr: die Macht ihrer Gedanken.


Sie hatte wirklich keine Lust mehr auf ihr scheinbar perfektes Leben, das sie jeden Tag unglücklich machte und fing an, wie ein fleißiges Bienchen all ihre Gedanken zu sammeln.
Die Bilanz war dann mehr als nur ernüchternd und sie fragte sich, ob sie überhaupt ein liebes Wort für sich selbst übrig hatte. Sie erinnerte sich an etwas, dass sie schon vor Jahren gelernt hatte: das Gesetz der Anziehung. Es besagt, dass wir im Außen anziehen, was wir im Innen denken. All das was sie erlebte, war also ein Resultat ihrer eigenen Gedanken und Handlungen. Ihr wurde klar, dass nun der Zeitpunkt gekommen war, etwas grundlegend zu ändern, wenn sie jemals wieder glücklich werden wollte.
In diesem Moment spürte sie etwas, dass sie schon lange nicht mehr gespürt hatte: sie war glücklich. Glücklich zu wissen, dass sie es selbst in der Hand hatte, das Beste aus ihrem Leben herauszuholen.